Pollen
Rund 20 Prozent der Österreicher:innen leiden an einer Pollenallergie, auch Heuschnupfen genannt. Sie zählt daher zu den häufigsten allergischen Erkrankungen und kann die Lebensqualität stark einschränken. Eine frühzeitige Diagnose und die passende Therapie können helfen, Beschwerden zu lindern und Folgeerkrankungen wie allergisches Asthma zu vermeiden.

POLLENALLERGIEN ERKENNEN
Eine Pollenallergie ist eine Überreaktion des Immunsystems auf eigentlich harmlose Blütenpollen von Gräsern, Bäumen, Sträuchern, aber auch Getreidearten oder Kräutern. Typische Auslöser sind beispielsweise Hasel, Erle, Birke, Esche, Beifuß oder Ragweed. Während der Blütezeit gelangen die winzigen Pflanzeneiweiße über die Atemwege in den Körper und verursachen dort allergische Symptome. Viele Betroffene bemerken eine Verschlimmerung der Beschwerden beim Aufenthalt im Freien oder bei bestimmten Wetterlagen wie Wind oder Trockenheit.
KREUZALLERGIEN
Da sich die Eiweißstruktur von einigen Allergenen ähnelt, entwickeln viele Menschen mit einer Pollenallergie Kreuzreaktionen auf weitere Pollen oder bestimmte Nahrungsmittel. Besonders häufig davon betroffen sind Menschen mit einer Birkenpollenallergie.
Bei Kreuzallergien zwischen verschiedenen Pollenarten verlängert sich der Beschwerdezeitraum für die Betroffenen oft, da sich die Blütezeit der verschiedenen Pflanzen meist unterscheidet. Bei der pollenassoziierten Nahrungsmittelallergie können einige Lebensmittel während des Pollenflugs verstärkte Allergiebeschwerden auslösen, obwohl sie normalerweise vertragen werden.
Mögliche kreuzreaktive Pollen
Birke Buche, Eiche, Erle, Esche, Hasel, Kastanie, Ölbaum, Gänsefuß, Raps, Gräser/Getreide, Beifuß Buche Birke, Erle, Hasel Erle Birke, Buche, Hasel Esche Birke, Ölbaum, Gräser/Getreide, Ragweed (Ambrosia, Traubenkraut) Flieder Ölbaum Ölbaum Birke, Esche, Flieder, Gräser/Getreide, Beifuß Platane Beifuß Robinie Gänsefuß Gräser/Getreide Birke, Esche, Ölbaum, Raps, Beifuß, Mais, Gänsefuß Beifuß Birke, Platane, Ölbaum, Gräser/Getreide, Ragweed (Ambrosia, Traubenkraut), Margerite, Sonnenblume, Chysantheme Ragweed (Ambrosia, Traubenkraut) Esche, Beifuß Margerite Beifuß, Sonnenblume Mögliche kreuzreaktive Nahrungsmittel
Birke Kernobst (Apfel, Birne), Steinobst (Pfirsich, Kirsche), Banane, Kiwi, Litschi, Mango, Orange, Karotte (roh), Kartoffel (roh), Sellerie, Soja, Tomate (roh), Gewürze, Nüsse, Kamille Hasel Nüsse Gräser / Getreide Kernobst (Apfel, Birne), Steinobst (Pfirsich, Kirsche), Kiwi, Melone, Sellerie, Tomate (roh), Erdnuss, Mehle, Reis Beifuß Kernobst (Apfel, Birne), Steinobst (Pfirsich, Kirsche), Kiwi, Mango, Erbse, Sellerie, Tomate (roh), Gewürze, Maroni, Erdnuss, Nüsse Ragweed (Ambrosia, Traubenkraut) Melone, Sellerie
Diagnostik
Bei Verdacht auf eine Allergie stehen in den Allergie-Ambulatorien Niederösterreich verschiedene Testmöglichkeiten zur Verfügung. Welche Diagnostik zum Einsatz kommt, legen unsere Ärzt:innen im persönlichen Gespräch mit Ihnen fest.
VORBEREITUNG AUF IHREN TERMIN
- Bitte bringen Sie Ihre E-Card sowie eine haus- oder fachärztliche Überweisung zu Ihrem ersten Termin mit, damit Ihre Kasse (ÖGK, SVS, BVAEB, etc.) die entsprechenden Kosten übernimmt. Wenn Sie keine Überweisung haben, müssen wir Ihnen alle erbrachten Leistungen privat verrechnen.
- Bitte bringen Sie nach Möglichkeit den ausgefüllten Patientenfragebogen sowie die Datenschutzerklärung zu Ihrem Termin mit.
- Wenn Sie Ihren vereinbarten Termin nicht einhalten können, informieren Sie uns bitte mindestens 24 Stunden vor dem Termin. Für nicht rechtzeitig abgesagte Termine behalten wir uns das Recht vor, Ihnen ein Ausfalls-Honorar von € 50,00 in Rechnung zu stellen.
- Für optimale Ergebnisse bitten wir Sie, etwaige Allergiepräparate (z.B. Tabletten) 4 Tage vor der Testung abzusetzen. Cortisonhaltige Präparate sollten 14 Tage vor dem Termin nicht mehr eingenommen werden. Inhalatoren mit Cortison müssen nicht abgesetzt werden.
Symptome
- Niesreiz, laufende oder verstopfte Nase (allergischer Schnupfen)
- Juckende, tränende oder gerötete Augen (allergische Bindehautentzündung)
- Juckreiz im Hals, an Gaumen oder Ohren
- Müdigkeit, Konzentrationsprobleme
- Reizhusten, Atembeschwerden oder asthmatische Beschwerden (besonders bei unbehandelter Allergie)
- Hautreaktionen (seltener)